Wohnen

Streicheleinheiten für den Rasen

Das hilft gegen kahle, vermooste oder beschädigte Flächen im grünen Teppich

Der Winter hat sich verabschiedet und dabei in zahlreichen Gärten seine unübersehbaren Spuren hinterlassen. Vor allem dem Rasen setzt die frostige und nasse Jahreszeit oft sichtbar zu: Kahle Stellen, braune Flecken oder stark vermooste Bereiche lassen ihn alles andere als frühlingsfrisch erscheinen. Mit der richtigen Pflege und den passenden Arbeitsschritten lässt sich aber selbst stark beanspruchtes Gras wieder in eine kräftige und sattgrüne Fläche verwandeln.

Vor allem Nährstoffe brauche der Rasen zum Start ins Frühjahr, um wieder in Schwung zu kommen, schildert der Viking Gartenexperte Christoph Völz: „Eine zeitige Frühjahrsdüngung schafft die Basis fürs nachhaltige Wiederergrünen.“ Als Faustformel kann der Freizeitgärtner mit etwa 20 bis 30 Gramm stickstoffbetontem Rasendünger pro Quadratmeter rechnen. Dann sollte man eine gute Woche bis zehn Tage warten, bevor der Rasen erstmals gemäht wird. „Im selben Schritt werden Blätter und Verunreinigungen beseitigt, die Schnitthöhe kann dabei rund 3,5 bis 4,5 Zentimeter betragen“, sagt Völz weiter.

Vertikutieren: besser später als zu früh
Mit dem Einsatz des Vertikutierers hingegen sollte man nicht zu voreilig sein. „Um die obere Bodenschicht wieder durchlässiger für Wasser und Nährstoffe zu machen, wird hierbei die Grasnarbe mit speziellen Geräten angeritzt und der Rasenfilz entfernt“, erklärt der Gartenexperte. Da hierdurch aber die Gräser auch geschwächt werden, kann ein zu frühes Vertikutieren dem Rasenwachstum sogar schaden. „Dieser Arbeitsgang hilft dem Grün nur, wenn die Nährstoffversorgung und die Temperaturen passend sind“, so Völz weiter. Er empfiehlt deshalb, auf konstant milde Temperaturen zu warten und frühestens zwei Wochen nach dem Düngen zum Vertikutierer zu greifen. Leidet der Rasen unter Moos, ist Lüften die richtige Maßnahme. Hierbei wird der Rasen gründlich durchgebürstet und werden die Moospolster herausgerissen. Praktische Geräte bieten zu diesem Zweck gleich beide Funktionen in einem. Richtig bequem wird es, wenn sich die Arbeitstiefe am Lenker einstellen lässt.

Kahle Stellen wieder dauerhaft begrünen
Nicht selten werden nach der Rasenpflege mit dem Vertikutierer kleine kahle Stellen sichtbar. Hier sollte der Freizeitgärtner gezielt nachsäen. „Wichtig ist es, die Stelle permanent feucht zu halten, damit die Samen sprießen“, rät Rasen-Profi Christoph Völz. Wenn großflächige Bereiche auszubessern sind, empfiehlt er den Einsatz von Fertigrasen in Form von Rasenziegeln oder Rasensoden. Auch damit sollte man allerdings auf dauerhaft milde Temperaturen warten.

Richtiges Vertikutieren will gelernt sein
Das Vertikutieren gilt unter Freizeitgärtnern oft als Allheilmittel bei Rasenproblemen. In der Tat bietet es viele Vorteile: Die Bildung neuer Triebe wird gefördert und gleichzeitig der Rasenfilz beseitigt. Zudem wird der Boden durch das Auflockern wieder durchlässiger für Wasser und Nährstoffe. Allerdings gilt auch hier: Weniger ist mehr. Beim Vertikutieren sollte man es nicht übertreiben. Sind zum Beispiel die Messer zu tief eingestellt, kann der Rasen sogar geschädigt werden. Mehr Rasentipps finden sich zum Beispiel unter www.viking-garten.de. Über die passenden Geräte können sich Gartenbesitzer beispielsweise beim bundesweiten Stihl Test-Tag informieren, zu dem der Fachhandel am 14. April einlädt.

 

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