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Dieter Wedel: Ist er ein Täter?

Der deutsche Regisseur wird der sexuellen Nötigung bezichtigt

Über den Golden Globes 2018 lag der Schatten böser Männer wie Harvey Weinstein oder Kevin Spacey und der ‚“Me too“-Debatte – die Promis erschienen alle in Schwarz, um sich mit den Opfern zu solidarisieren. Und auch hierzulande müssen sich die Männer der Filmbranche weiterhin in Acht nehmen.

Aktuell gab es Vorwürfe gegen Dieter Wedel („Der große Bellheim“). Drei ehemalige Schauspielerinnen bezichtigten den Regisseur, sie sexuell genötigt zu haben. In seinem Hotelzimmer habe der heute 75-Jährige sie 1991 beziehungsweise 1996 sogar im Bademantel zum Casting empfangen und sei zudringlich geworden. Auch von Vergewaltigung ist die Rede. Der Beschuldigte stritt die Vorwürfe gegenüber dem „Zeit Magazin“ ab. Er habe Frauen weder physisch bedrängt noch belästigt. Sowohl die Schauspielerinnen als auch Wedel untermauern ihre Aussagen mit eidesstattlichen Versicherungen.

Ist an den Vorwürfen tatsächlich etwas dran, oder gleicht das Ganze einer Hexenjagd? Und wieso melden sich die Opfer erst jetzt nach 20 Jahren? Auch die Österreicherin Sonja Kirchberger arbeitete mit Wedel zusammen. Sie sagte in einem Interview, der Regisseur habe sie einmal „zum Vorlesen allein ins Hotel“ eingeladen. Sonja lehnte ab und gut. Doch andere Frauen hätten sich am Set „bisweilen äußerst aggressiv an ihn rangemacht“, so die 53-Jährige. Und Schauspiel-Kollegin Jutta Speidel räumte ein, dass in den 70er Jahren alles „noch freier“ gewesen sei. „Ich habe ein Jahr lang mit ihm gedreht und habe da mitbekommen, dass es solche Situationen gegeben hat. Mit mir jedoch nicht“, so die 63-Jährige über ihre Zusammenarbeit mit Wedel.

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