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Dashcams im Auto sind jetzt erlaubt und auch sinnvoll

BGH-Urteil: Videoaufnahmen dürfen nun auch vor Gericht ausgewertet werden

Aufzeichnungen von Videokameras im Auto dürfen zur Aufklärung von Unfällen nun auch von Gerichten ausgewertet werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) im Mai 2018 in einem Grundsatzurteil entschieden.

Der BGH sieht solche Videobeweise als überaus wertvoll bei Haftungsfragen an. Denn häufig herrsche in den entsprechenden Verfahren eine Beweisnot aufgrund der Schnelligkeit des Verkehrsgeschehens. Auch Unfallgutachten würden häufig nicht weiterhelfen. Aktuell akzeptieren schon zahlreiche deutsche Kfz-Versicherer im Schadensfall Videomaterial, das mit einer sogenannten Dashcam aufgenommen wurde, um Streitfälle zu lösen. Nach der Entscheidung des BGH dürfte der Einsatz von Dashcams hierzulande weiter stark zunehmen – bereits jetzt sind sie die am schnellsten wachsende Kategorie innerhalb der Consumer-Electronics-Sparte.

Dashcams müssen nötige Qualität haben
Hauptfunktion einer Dashcam ist die Aufzeichnung von Ereignissen, die sich auf der Straße abspielen. Meist wird das Filmmaterial nicht benötigt – aber im Falle eines Falles muss es deutlich zeigen, wie sich die Ereignisse vor, beim und nach dem Unfall entwickelt haben. Dieser Videobeweis kann entscheidend sein, wenn es darum geht, dem Fahrer oder Halter zu helfen, die Schuldfrage zu klären und einen Versicherungsanspruch geltend zu machen. Videobeweise sollten deshalb in entsprechender Qualität erfasst werden, damit Details wie die Nummernschilder anderer Fahrzeuge erkennbar sind.

Dashcams müssen darüber hinaus in der Lage sein, bei Tag und Nacht sowie bei guten und schlechten Witterungsverhältnissen qualitativ hochwertige Videos aufzunehmen. Nextbase beispielsweise ist nach eigenen Angaben größter Anbieter von Dashcams in Europa, in Großbritannien liegt der Marktanteil bei 83 Prozent. Nun werden die Videokameras auch in Deutschland vertrieben und sollen für mehr Verkehrssicherheit und bessere Unfallaufklärung im Ernstfall sorgen. Die Geräte reichen vom Einstiegsmodell bis hin zum Spitzenmodell mit Ultra HD-Auflösung, Bildsensor und Aluminium-Gehäuse. Neben den neun Modellen für Autofahrer wird es auch eine Dashcam speziell für Motorradfahrer geben. Erhältlich sind die Videokameras im Online-Handel sowie bei MediaMarkt, Saturn und Euronics. Mehr Informationen gibt es unter www.nextbase.com.

Videokamera muss leicht zu installieren und zu bedienen sein
Eine hochwertige Dashcam ist leicht an- und abzubringen. Nach der Installation sollte sie grundsätzlich einfach und ohne Anstrengung – also quasi „blind“ – zu bedienen sein, die Navigation durch das Menü muss einfach ausfallen. Nicht zuletzt ist es aber auch wichtig, das Filmmaterial schnell überprüfen zu können.

BGH-Urteil war mit Spannung erwartet worden
Das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Einsatz von Dashcams (AZ: VI ZR 233/17) war mit Spannung erwartet worden. Dabei gelang dem BGH ein kleiner Spagat: Einerseits bleibt das permanente Aufzeichnen des Straßenverkehrs nach wie vor grundsätzlich unzulässig – Aufnahmen von Minikameras können bei Unfällen aber dennoch künftig als Beweis vor Gericht verwendet werden. So erfolgen Aufnahmen bei Nextbase auf MicroSD-Karte und werden im Normalfall in regelmäßigen Abständen kontinuierlich überschrieben. Damit ist die Nutzung dieser Dashcams auch mit dem Grundsatzurteil des BGH vollkommen konform.

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